Klassik trifft Tango
Musik - Tanz - Experiment


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Das Sommerkonzert des Oratorienchores, seit einigen Jahren "Klassik trifft", vereint in diesem Jahr die liturgische Form der Messvertonung mit den musikalischen Stil- und Klangfarben des Tango Nuevo.

[Karten ...]

Martin Palmeri, 1965 in Buenos Aires geboren, entstammt einer europäischen Einwandererfamilie. Seine Kompositionen sind inspiriert von den Werken Astor Piazzollas, der als "Vater" des Tango Nuevo gilt. Klassik und Jazzelemente nahmen bei ihm einen nie da gewesenen Raum ein, so dass sich sein Tango in ein Werk für Zuhörer, nicht ausschließlich für Tänzer entwickelte. Die Erfindung dieses sogenannten "Tango Nuevo" als künstlerische Überhöhung des Tango Argentino inspirierte Martin Palmeri in seinem inzwischen umfangreichen Oeuvre. Seine Misa Tango widmete er dem aus Argentinien stammenden Papst Franziskus, der eine ausgesprochene Vorliebe für die Musik seiner Heimat hat.
Als Instrumentarium wählte Palmeri die Klangfarben eines typischen Tangoorchesters, bestehend aus Streichern, Klavier und Bandoneon.

Einen weiteren Programmteil des Abends bilden die Siete canciones populares espanolas ("Sieben spanische Volkslieder") des nach Argentinien emigrierten Komponisten Manuel de Falla. In sieben Liebes-Liedern greift er auf volksliedhafte Melodien Andalusiens zurück. Das perfekte Einfangen verschiedener Stimmungen führte dazu, dass sich der kleinen Liederzyklus in vielen Bearbeitungen auch für andere Instrumente verbreitete.

Ergänzt wird das Konzertprogramm durch eine Milonga (=Tango-Tanzveranstaltung) am Samstag um 20:30 Uhr. Am Sonntag wird das Konzert (bei gutem Wetter) live auf die Stadtkirchenwiese übertragen, wo man im Liegestuhl oder auf der Picknickdecke bei Heiß- und Kaltgetränken süße Leckereien genießen kann.


Ein herzliches Willkommen im neuen Jahr ...


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Ein volles Konzertjahr liegt vor uns. Frei nach dem Motto der neuen badischen Landesbischöfin Heike Springhart gehen wir das "hoffnungsstur und glaubensheiter" an.

Hier der Ausblick auf unsere Planung:

Am 19./20. März werden wir mit dem Konzert "Orgel- und Chorsymphonik" der frisch renovierten Steinmeyer-Orgel unseren Tribut zollen. Wir freuen uns sehr auf den Ehrengast Christian Stähr, der sein Können an der Orgel als Solist unter Beweis stellen und uns begleiten wird.

Am 9./10. Juli wollen wir dann die "Misa Tango" von Martin Palmeri erklingen lassen. Bereits seit zwei Jahren geplant, sollen die südamerikanischen Rhythmen jetzt endlich die Stadtkirche erfüllen.

Am Ewigkeitssonntags-Wochenende (19./20. November) nehmen wir uns ein für uns neues Werk vor: Das "Requiem" von Joseph Eybler, ein Zeitgenosse Mozarts.

Wenn alles so klappt wie geplant, dann steht in 2022 am 10./11. Dezember das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach auf dem Programm.

Wer aktiver Teil dieses abwechslungsreichen Programms sein möchte, kann gerne bei unseren Proben reinschnuppern. Probenort und -beginn bitte dem aktuellen Probenplan am Ende unserer Website entnehmen. Zugangsbedingungen sind 2G+.

Ob zuhörend oder mitsingend - wir freuen uns auf viel schöne Musikmomente mit Ihnen!

Oratorienchor Pforzheim


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Der 3. Mai 1858 gilt als Gründungsdatum der sängerischen – damals rein männlichen – Vereinigung, aus der der heutige „Oratorienchor Pforzheim e.V.“ hervorging. Damit blicken wir auf eine über 160 Jahre währende musikalische Geschichte zurück, die die Chortradition in Pforzheim maßgeblich mitgeprägt hat.

Schon früh widmete sich der damalige „Männergesangverein Pforzheim“ neben der weltlichen auch der geistlichen Chorliteratur. Die Aufführung von größeren Oratorien machte es bald schon notwendig, auch Sängerinnen mit einzubinden. Aber es dauerte bis 1937, bis diese auch offiziell in den Verein eintreten konnten.

Heute hat sich freilich das Bild gewandelt und die Frauen haben die Mehrheit an der Anzahl der rund 90 Sängerinnen und Sänger erobert. Das Repertoire erstreckt sich mittlerweile auf alle großen klassischen und auch zeitgenössischen Werke der Oratorien-Literatur, von denen zwei bis drei Werke pro Jahr zur Aufführung kommen.

Begleitet werden wir von wechselnden Orchestern, so z. B. dem Bachorchester Pforzheim, dem Südwestdeutschen Kammerorchester, der Badischen oder der Württembergischen Philharmonie.
Eingebunden in das dichte Netz der musik! an der Stadtkirche Pforzheim, musizieren auch immer wieder die Ensembles des Motettenchors, der Jugendkantorei und der Singschule gemeinsam mit uns.